Das Thema „Helden und Erlöser“

Gedanken und Hintergründe zum Thema der Händel-Festspiele 2021


präsentiert anhand von originalen Objekten

Aufnahme: Mai 2021 – Händel-Haus Halle (Saale)

(in deutscher Sprache)


Jesus als Erlöser wird im barocken Verständnis auch immer als Held über den Tod und die Sünde gesehen. Jesus hat nach christlichem Glauben mit seinem Tod am Kreuz alle Menschen erlöst. „I know that my redeemer liveth“ (Ich weiß, dass mein Erlöser lebt) heißt eine berühmte Arie aus Händels Oratorium „Messiah“. Im Film wird eine Notenhandschrift von Händels „Messiah“ präsentiert, die Grundlage für die erste Aufführung dieses berühmten Oratoriums außerhalb Großbritanniens bildete.

Das Thema wird von der Geschichte Jesu auf andere christliche Heldengeschichten erweitert wie die der Märtyrerin Theodora oder die über Jephtha, die Händel in Oratorien vertonte. Der Blick wendet sich auch den weltlichen Helden zu: Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts stellte Jacques de Longuyon in seinem französischen Versepos „Les Voeux du Paon“ eine Liste von „Neun Guten Helden“ dar. Hierunter zählte er unter anderem Julius Caesar. Nicht vergessen werden dürfen die großen Ritterhelden wie Rinaldo, die von der barocken Opernbühne nicht wegzudenken sind. Aber brauchen wir heute noch Helden und Erlöser? Ohne Helden sind Comics, Computerspiele und die großen Hollywood-Filme kaum denkbar. Und vergessen werden dürfen nicht die Helden des Alltags, die Hoffnung auf Erlösung vom Corona-Virus, die falschen Propheten, die unter uns weilen, und vieles mehr.


Weitere Hintergrundinformation zum Thema finden Sie ebenso im Händel-Festspiel-Magazin 2021. Das Magazin ist neben einer Druckversion auch online hier verfügbar.